Erste Hilfe

Fast jeder hat diesen Begriff schon mal gehört, viele wissen was er bedeutet und doch gibt es Fragen, wie und warum sie angewendet wird.
Wenn wir an den schwarzen Kater €€žSylvester€€œ denken, der ständig den kleinen €€žTweety€€œ jagt und sich dabei eigentlich immer wieder verletzt, wissen wir wie schnell ein Unfall passieren kann.

Die liebe €€žOma€€œ gibt sich dann zwar immer große Mühe, dass es ihren beiden Schützlingen gut geht, aber oftmals reicht ihr Wissen in Erster Hilfe nicht aus.
Der kleine Tweety ist schlau und könnte Sylvester bestimmt hin und wieder helfen, doch bleibt er lieber auf Sicherheitsabstand. Das ist clever, weil nur so bringt er sich selbst nicht in Gefahr … denn wir wissen alle, was Sylvester mit Tweety machen würde.
Für Sylvester ist das zwar nicht hilfreich, aber wir dürfen nie vergessen, dass der Eigenschutz des Helfers in jedem Fall und in jeder Situation ganz klar vorgeht!
Trotzdem könnte der kleine Piepmatz dem Kater helfen und dafür sorgen, dass Sylvester professionelle Hilfe erhält. Und ihr wisst bestimmt auch wie. Genau! Tweety könnte noch immer aus sicherem Abstand den Notruf absetzen.

Stellen wir uns nun vor, dass Tweety eine der Notrufnummern (110,112 oder 19222) gewählt hat und dabei ist, der Rettungsleitstelle zu erklären, was passiert ist. Während dessen kommt die €€žOma€€œ in den Raum und sieht den verletzten Kater. Ihr letzter €€žErste-Hilfe-Kurs€€œ liegt schon viele Jahre zurück und sie ist sich daher nicht mehr sicher, wie sie dem Kater helfen kann. Wenn Tweety die Leitstelle nun fragen würde, bekäme er bestimmt einen nützlichen Rat was zu tun wäre. Die €€žOma€€œ könnte das dann in die Tat umsetzen. Sollte sich die €€žOma€€œ dennoch davor fürchten etwas falsch zu machen, bin ich mir sicher, dass sie eine Maßnahme ganz bestimmt anwenden kann. Sie kann den Kater betreuen, für ihn da sein und ihn beruhigen. Sie kann ihm sagen, dass der Rettungswagen bald da sein wird und ihm versuchen, seine Angst zu nehmen. Sie kann seine kleine Pfote streicheln und Trost spenden.

Ihr seht, jeder kann Erste Hilfe leisten!

Egal ob man jung oder alt ist, €€žErste Hilfe€€œ ist leicht zu lernen und kann Leben retten. Deshalb beschäftigt sich auch das Jugendrotkreuz mit diesem Thema. Wir lernen, in den jeweiligen Situationen die richtigen Maßnahmen anzuwenden und schaffen mit einer regelmäßigen Wiederholung eine gewisse Routine, damit die Handlungen selbstsicher und ohne Angst durchgeführt werden können. So wissen die Kids, dass zum Beispiel eine bewusstlose Person in die Stabile Seitenlage gebracht werden muss.
Natürlich fangen wir aber klein an.

  • Wie wird ein Pflaster richtig angebracht?
  • Wie lauten die Notrufnummern?
  • Und was sage ich, wenn ich einen Notruf mache?
  • Wie wickeln wir einen Verband?
  • Welcher Verband ist für welche Verletzung am besten?
  • Wie können wir den Puls oder den Blutdruck messen?
  • Gibt es Durchschnittswerte, nach denen wir uns richten können?
  • Woran erkennen wir, dass es einem Menschen nicht gut geht?
  • Wann muss ich den Eigenschutz beachten?
  • Was mache ich bei einem Verkehrsunfall?
  • Kann ich Ärger bekommen, wenn ich keine Erste Hilfe leiste?
  • Was mache ich, wenn sich jemand den Arm gebrochen hat?
  • Was kann ich machen, wenn eine Person nicht mehr reagiert?

Ihr merkt, es gibt eine Menge Fragen. Bei uns findet ihr die Antworten und lernt, mit Ruhe und Übung an die Situation heran zu treten. Das Jugendrotkreuz trifft sich 1x in der Woche und nutzt alle Möglichkeiten. Neue Themen werden anfangs besprochen, es können Fragen gestellt werden und es werden Lösungen und Antworten gefunden. Wenn die Theorie sitzt, möchte jeder natürlich wissen, ob es auch in der Praxis klappt.

Wenn wir uns €€žkleine Fallbeispiele€€œ ausdenken, bekommen die jungen Ersthelfer Gelegenheit ihr Wissen an den Tag zu bringen. Ihr könnt euch das ein wenig wie eine kleine Theateraufführung vorstellen. Die Helfergruppe verlässt kurz den Raum und in der Zwischenzeit bereiten sich zwei oder drei Kinder/Jugendliche darauf vor, eine bestimmte Verletzung zu spielen. Hier ist Phantasie gefragt. Denn es ist wichtig, dass die Verletzungen / Erkrankungen so echt wie möglich dargestellt werden, damit die Ersthelfer dementsprechend handeln können.
Wenn unsere Notfalldarstellung auch im Haus ist, oder wir uns mit ihnen verabredet haben, kann das alles noch realistischer geschauspielert werden. Die Notfalldarsteller werden dann die Kids so schminken, dass die Verletzungen wirklich echt aussehen.
Kinder, die noch nicht so lange im Jugendrotkreuz sind und das alles noch nicht kennen, können sich im Vorfeld das Schminken der Verletzungen in Ruhe ansehen. So wird vermieden, dass es später einem schlecht wird oder jemand denkt, eines der Kinder hätte sich wirklich wehgetan. Denn in Wirklichkeit ist alles ganz harmlos.
Trotzdem ist es von großer Bedeutung, dass wir auch diese Möglichkeit nutzen können. Denn auf diesem Wege werden unsere Ersthelfer langsam an das Aussehen verschiedener Verletzungen oder Erkrankungen gewöhnt und sind in einem eventuellen Ernstfall nicht so schnell zu erschrecken. Denn sie kennen den Anblick aus dem Unterricht und können dadurch mit viel mehr Ruhe und gelerntem Wissen gute Erste Hilfe leisten!

Weitere Informationen zum Thema Erste Hilfe findet Ihr hier.

Einen Überblick über die Ausbildungsangebote des DRK Kreisverbandes Trier-Saarburg erhaltet Ihr hier.

# geschrieben von Webmaster