27. Juni 2004 · JRK – Bezirkswettbewerb in Salmtal – 3. Platz geht nach Konz

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Am 26. Juni 2004 machte sich das JRK-Konz um 07.00 Uhr gemeinsam, per Sprinter und Doka, auf den Weg nach Salmtal, um dort am Bezirkswettbewerb teilzunehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Kids viel gelernt, einiges immer wieder hinterfragt und unzählige Male praktisch geübt. Nicht wenige von ihnen verlagerten das Gelernte auch nach außerhalb der Gruppenstunden und waren stets mit Elan und Spaß dabei. Jetzt war es soweit. Der Wettbewerb stand unmittelbar bevor und die Möglichkeit zu zeigen, was sie wussten würde nicht mehr lange auf sich warten lassen. Trotz steigender Aufregung ließen sich weder Gruppenmitglieder, noch Schlachtenbummler und Betreuer die Vorfreude nehmen.

In Salmtal angekommen und angemeldet ging es daran die Klassenzimmer der €€žRegionalen Schule€€œ zu beziehen und sich auf dem Schulgelände umzusehen. Bei einigen ließ die Aufregung nicht locker und veranlasste zum erneuten Durchlesen und Wiederholen aller möglichen Erste-Hilfe-Aufgaben und theoretischen JRK-Aufgaben. Mimen und Schiedsrichter hatten mittlerweile ihre Stationen bezogen und warteten gespannt auf die teilnehmenden Gruppen. Um ca. 10.00 Uhr fiel der €€žStartschuss€€œ und die JRK-Teams machten sich auf ihre Wege. Unter ihnen: das JRK-Konz mit einer siebenköpfigen Gruppe der Stufe II.

Ganz zu Anfang erwartete sie eine Spiel-Aufgabe, bei der sechs Gruppenmitglieder versuchen mussten einen Ball in eine Sprudelkiste zu werfen. Ziel war es, die Kiste so oft wie möglich zu treffen, ohne dass der Ball wieder heraushüpfte. Alles lief prima, bis dass sich die Sprudelkiste dazu entschloss zickig zu werden und die Bälle von zwei Werfern kategorisch von sich wies. Dennoch erzielten sie im Team prima Ergebnisse und wanderten zur nächsten Station. Auch dort durfte gespielt werden. Hier war weniger das Zielen, sondern der Gleichgewichtssinn gefragt. Alle Kids bestiegen die in eine Reihe aufgestellten Sprudelkisten und konnten nun zeigen, welch starkes Team sie waren / sind. 7 Kids = 8 Kisten. Ziel war hier, dass stets der letzte eine Kiste aufhob und nach vorne weitergab. Der Kopfmann stellte nun die Kiste vor sich auf den Boden und erst dann war es möglich, dass die komplette Gruppe um eine Kistenlänger weiterlaufen konnte. Auf diese Weise musste eine gewisse Strecke zurückgelegt werden und alle stellten sich wirklich sehr gut an. Im Anschluss ging es auch gleich weiter zur dritten Spiel-Aufgabe, bei der alle in Hockwende bis zu einem bestimmten Punkt kommen mussten und in Zweier-Teams per €€žSchubkarren-Laufart€€œ zurück zum Ausgangspunkt. Hier wurde natürlich die Zeit gestoppt. Obwohl auch hier das Ergebnis nicht schlecht war, wurde uns klar, dass wir mehr Sport treiben sollten. *grins*

Dann endlich durfte die Gruppe zeigen, was sie in €€žErster Hilfe€€œ drauf hat. Es lauerte eine Einzelpraxis im weiteren Sinne. Es wurden Pärchen gebildet und jedes dieser Zweier-Grüppchen hatte nun eine bestimmte EH-Aufgabe zu lösen. Die Aufgaben bestanden aus, der Versorgung eines Amputates, einer Herz-Lungen-Wiederbelebung und dem Versorgen einer Unterkühlung.
Hier lief alles wie geschmiert und die Motivation auch die kommenden Aufgaben gut zu meistern, ließ sich nicht mehr rauben. Lange ließ diese nicht auf sich warten und alle gemeinsam erhielten nun die Aufgabe sich im Rahmen des Musisch-kulturellen etwas zu dem Thema €€žMobbing€€œ einfallen zu lassen. Was genau das sei, wie sich das äußere, wie man Mobbing definieren und auf den Punkt bringen könnte. Die Konzer Tweetys ließen sich dazu eine Art Theaterstück einfallen und präsentierten mit viel Engagement und Spaß, was verlangt wurde.

Jetzt war es wieder Zeit für Erste Hilfe und die Gruppe gelangte an ein Schulgelände, bei dem es scheinbar zu einem recht heftigen Unfall zwischen zwei Radfahrern und einem Rollerfahrer kam. Der Rollerfahrer war längst bewusstlos und bekam von all dem Trubel um ihn herum nichts mehr mit. Denn die beiden Radfahrer waren zwar verletzt, doch hielten sie die nahenden Helfer ordentlich mit ihrem Schmerzensgeschrei auf Trab. Doch die Gruppe ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, sicherte die Unfallstelle ab und versorgte alle Unfallbeteiligten schnellst- und bestmöglich. Der Bewusstlose wurde seines Helmes befreit und samt Wärmeerhalt in die Stabile Seitenlage gebracht, der Radfahrer mit der starkblutenden Wunde am Unterarm erhielt sofort Decken gegen das Frieren und einen Druckverband, um die Blutung zu stillen. Radfahrer Nummer 2 wurde sogleich von dem Fahrrad, welches auf ihm trollte befreit und durfte sich, nachdem auch hier der Wärmeerhalt gesichert war, über eine kompetente Schienung und Kühlung des gebrochenen Beines freuen. Alle drei Patienten wurden bestens versorgt und betreut. Alle Daten wurden erfasst und auch der Notruf wurde sehr rechtzeitig abgesetzt, nachdem abgeklärt war, dass es keine weiteren Verletzten gab.

Jetzt war es fast geschafft, nur noch eine letzte Aufgabe sollte von dem Team gelöst werden. An dieser Station ging es um das allgemeine Rot-Kreuz-Wissen, die 4 Genfer Konventionen und über Ruanda, welches die Internationale Kampagne des Landesverbandes Rheinland-Pfalz befasst. Jedes Gruppenmitglied erhielt einen Fragebogen, in dem die verschiedensten Dinge zu den genannten Themen abgefragt wurden, und durfte sich gewissenhaft diesem widmen. Auch hier waren die Tweetys mit ihrer Leistung zufrieden und ließen ihr Maskottchen hoch hinaus flattern.

Nach soviel Anstrengung hatten sich alle Kids eine Abkühlung und große Portion Spaß redlich verdient und es dauerte nicht lange, bis sich alle auf dem Schulhof eingefunden hatten, um endlich die langersehnte Wasserschlacht, welche durch Harald Igelmund (stellvertretender Leiter des JRK in Rheinland-Pfalz) eröffnet wurde, anzutreten. Binnen Minuten war der gesamte Schulhof ein Teich mit unzähligen nassen Fischen .. ähm.. Kindern und Jugendlichen.
Am Abend, als alle wieder trocken waren, fand die Open-Air-Disco statt bei der sich alle noch mal so richtig austoben konnten (und das auch taten). Damit nicht genug, durften sich alle noch auf das Nachtkino freuen. Im Hof wurde eine große Leinwand aufgebaut und der Film €€žIceAge€€œ vorgeführt. Langsam zog Stille mit wohltuender guter Laune ein und früher oder später fanden sich alle Teilnehmenden in ihren Schlafsäcken wieder.

Am nächsten Morgen verhalf das tolle Frühstück beim Wachwerden. Doch mit dem Wachwerden tauchte zeitgleich auch die Aufregung auf. Welchen Platz hatten die Tweetys erreicht? Nach einem Theaterstück durch das JRK-Schweich und einer wirklich spannend gehaltenen Rede von Harald war es dann endlich soweit. Die Siegerehrung begann und die Ergebnisse wurden bekannt gegeben. *Zittern in der ganzen Runde*
Letzter Platz… weg.
Vorletzter Platz .. auch weg…
Erstes Ziel erreicht und die Spannung stieg ins Unaufhaltsame!!

Dann! Das Ergebnis: Platz 3 in der Stufe 2 geht an … die Gruppe aus Konz!!!

Freudengeschrei €€“ Jubel €€“ Lachen €€“ Weinen €€“ Gruppenknuddeln! Wir fahren nach Prüm zum Landeswettbewerb!!!

# geschrieben von Mirja | 0 Kommentare »