31. Mai 2004 · Landespfingstzeltlager 2004 in Rülzheim

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Zum ersten Mal seit 1999 bot der JRK-Landesverband wieder ein Zeltlager für das Jugendrotkreuz an. JRK-Gruppen aus ganz Rheinland-Pfalz trafen sich an Pfingsten 2004 auf dem Zeltplatz in Rülzheim (bei Germersheim), um neue Menschen kennen zu lernen, Freundschaften zu schließen und nicht zuletzt ein unvergessliches Wochenende zu erleben.

Klar, dass das JRK aus Konz auch an diesem Zeltlager teilnahm. Am Freitag, dem 28.05.04 trafen sich die 12 Jugendrotkreuzler auf der Rettungswache, um ihre Taschen in den Doka und unseren Bus einzuladen und dann gegen 16 Uhr nach Rülzheim aufzubrechen.
2004-ferien-0002.jpg Nach etwa 3 Stunden Fahrt kamen wir an unserem Zeltplatz an, wo wir uns zuerst mal stärken und dann später unser Zelt aufbauen wollten. Das Essen am ersten Abend war leider nicht gerade nach unserem Geschmack. Daher begaben wir uns nach kurzer Zeit mehr oder weniger gesättigt zum Zeltplatz und versuchten, unser Zelt aufzubauen. Doch da wir uns das Zelt geliehen hatten und daher den korrekten Aufbau nicht kannten, dauerte es recht lange bis das Zelt stand.

Gegen 23 Uhr konnten wir dann endlich das Zelt einräumen und anschließend herüber zur €€žDampfnudel€€œ gehen, wo es eine Disco speziell für die Jugendrotkreuzler gab. Um Mitternacht war diese leider schon aus und so machten wir uns auf den Rückweg zum Zeltplatz und schlüpften in unsere Schlafsäcke.

Samstags standen wir gegen 7 Uhr morgens auf und nach einer kurzen Katzenwäsche gingen wir zur €€žDampfnudel€€œ, wo das Frühstück auf uns wartete. Eigentlich mussten wir auf das Frühstück warten, denn die Schlange vor der Essensausgabe war recht lang. Aber das Warten hatte sich gelohnt und wir wurden mit einem festlichen Frühstück belohnt. Den Vormittag nutzten wir, um uns in einen Workshop über die aktuelle Kampagne des JRK €€žARMUT: SCHAU NICHT WEG€€œ zu informieren. Nach einem wirklich leckeren Mittagessen gingen wir zurück zum Zeltplatz, um etwas zu ruhen und gemeinsam das Programm für den Nachmittag festzulegen.

2004-ferien-0003.jpgDa es sehr warm war, beschlossen wir den Nachmittag im Schwimmbad €€žMoby Dick€€œ zu verbringen. Das Erlebnisbad hatte neben einer recht langen Abenteuerrutsche auch einen Außenbereich, den wir vom Inneren des Hallenbereichs durch das Wasser erreichen konnten. So verwundert es nicht, dass wir dort viel Spaß hatten und das Schwimmbad erst gegen 17:30 Uhr wieder verließen. Nach dem Duschen brachten wir die nassen Sachen zum Zelt, um sie zum Trocknen aufzuhängen.
Anschließend machten wir uns wieder auf den Weg zur Dampfnudel, wo ein reichhaltiges Abendessen auf uns wartete. Nach dem Abendessen fand im €€žMoby Dick€€œ eine Aquadisco statt. Da aber schon zu Beginn der Veranstaltung unserer Meinung nach viel zu viele Leute im Schwimmbad waren und wir vom nachmittäglichen Besuch des Schwimmbades erstmal genug vom Wasser hatten, blieben wir auf dem Zeltplatz und spielten €€žNacht in Palermo€€œ mit Christoph. Nach anfänglicher Skepsis gegen dieses €€žlangweilige Spiel€€œ entwickelte sich bei den
meisten dann doch ein Interesse und das Spiel wurde zum €€žSpiel des Ferienlagers 2004€€œ :-) .

Gegen 22 Uhr wollten wir dann eine kleine Nachtwanderung mit den Kids machen. Da die meisten vom Tag aber ziemlich müde waren, gingen wir nach einem kurzem Spaziergang wieder zurück zu den Zelten, wo die JRK€€™ler in den Schlafsäcken verschwanden und schnell eingeschlafen waren.

Sonntags standen wir wieder gegen 7 Uhr auf und nachdem wir ausgiebig gefrühstückt hatten, verfolgten wir mit mehr oder weniger viel Spannung die offizielle Auftaktveranstaltung der JRK-Kampagne: €€œARMUT: SCHAU NICHT WEG€€œ. Zu dem Programm zählten unter anderem ein Theaterstück und ein Luftballonwettbewerb, bei dem sich alle beteiligen konnten.
Gegen Mittag traf dann auch Mirja ein, die leider nicht am Zeltlager teilnehmen konnte, da sie arbeiten musste. Kurz zuvor waren auch Daniela und Christian gekommen, um mit uns die letzten 24 Stunden des Pfingstzeltlagers zu verbringen. Nach dem Mittagessen teilten wir die Gruppe auf. Die meisten von uns gingen noch mal ins €€žMoby Dick€€œ, um der Hitze zu entfliehen, die anderen hielten ein Mittagsschläfchen im Zelt. Die Schwimmbadbesucher vertrieben sich die Zeit damit, ihre Betreuer zu ärgern und ins Wasser zu tunken, was vor allem Nicole und Christoph viele blaue Flecken einbrachte *g*.

2004-ferien-0004.jpgNach dem Abendessen verabschiedeten wir Mirja und machten uns anschließend noch einmal auf den Weg zur €€žDampfnudel€€œ, in der an diesem Abend eine Karaoke-Disco stattfand. Eigentlich wollte auch Frank mit einigen anderen sein gesangliches Talent unter Beweis stellen, doch leider bekam er nicht die Möglichkeit, denn er war zum Ende der Veranstaltung gegen Mitternacht noch nicht an der Reihe. Müde krochen wir in unsere Schlafsäcke, denn am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen.

Wie immer standen wir auch am Pfingstmontag gegen 7 Uhr auf. Nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt hatten und diese in den Fahrzeugen verstaut waren, gingen wir ausgiebig frühstücken. Im Anschluss bauten wir das Zelt wieder ab, was sich um einiges einfacher als der Aufbau gestaltete. So konnten wir, nachdem wir uns bei allen verabschiedet hatten, gegen 11:30 Uhr auf den Heimweg machen, und kamen ziemlich müde gegen 14:30 Uhr wieder in Konz an.

Ein aufregendes und lustiges Pfingstwochenende liegt nun hinter uns und wir hoffen, dass es in den nächsten Jahren wieder eine solche Veranstaltung geben wird. Wir wären sofort wieder dabei!

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22. Mai 2004 · 1.Tag des Ersthelfers – Das Rotkreuz-Event in Konz

Dieses Jahr sollte so einiges anders werden. Nicht nur, dass wir den Termin vorverlegt hatten… nein, wir legten den “Tag der offenen Tür” und unsere “Ringstafette” auf einen Tag und dementsprechend früh musste mit der Planung begonnen werden. So trudelte regelmäßig der “Rat der Weisen” ein, um Ideen zu sammeln, zu verarbeiten, Rücksprache zu halten, Informationen einzufordern, Entwürfe zu begutachten und kurz gesagt, ihre Köpfe qualmen zu lassen.

2004-tdot-0001.jpgZwischenzeitlich waren Monate vergangen und der 08.Mai herangerückt. Das Wandbild des JRK Konz war pünktlich fertig geworden und feierlich enthüllt worden. Gäste aus Politik und Presse waren vertreten und die bisherige Arbeit hatte sich gelohnt. Zusätzlich erhielt das JRK Konz die Anfrage auch in anderen Ortsvereinen ein solches Fresko zu malen. Erfreut nahmen wir dieses Vorhaben an, mussten es aber direkt auf noch unbestimmte Zeit verschieben, da uns die Zeit jetzt dem Endspurt in der Planung und Umsetzung des “Tag des Ersthelfers” näher brachte und noch vieles erledigt sein wollte.

Die Ausstellungen für den Tag der offenen Tür wurden gemeinsam vorbereitet, das komplette Gelände sorgfältig in Schwung gebracht, die Fahrzeuge auf Hochglanz geschrubbt und Einkäufe für die Versorgung gemacht. Die Unterbringung der zu erwartenden Gäste wurde bereitet und kleine Überraschungen/Andenken für alle Teilnehmer ausgewählt und besorgt. Jeder einzelne erhielt einen Aufgabenbereich, für den er verantwortlich war.

2004-tdot-0002.jpgWährend dessen erhielt Mirja zunehmend verbindliche Anmeldungen von teilnehmenden Gruppen und nach und nach konnte immer gezielter geplant werden. Bald stand die letzte Woche “Zeit” vor der Tür und so mancher schien mittlerweile beim DRK eingezogen zu sein, um mit allen Sachen nachkommen zu können (nicht wahr, Mimü? *g*).

Irgendwann war das Gröbste geschafft und es konnte damit begonnen werden, alles nötige aufzubauen. Die Halle wurde gästetauglich und die Bühne für die Live-Musik wurde errichtet. Auch der Bierstand und die Kinderhüpfburg nahmen ihre Stelle ein und das große Zelt schien nur darauf zu warten, all die Gäste zu beherbergen. Und genau die waren es, auf die wir uns nun freuten.

2004-tdot-0003.jpgDie Ringstafette 2004 in Konz konnte an den Start gehen. Wir waren gespannt die Gruppen, welche aus verschiedenen Bundesländern, der Schweiz und aus Luxemburg anreisten, kennen zu lernen. Diese Ringstafette sollte nicht einem Wettkampfgeschehen gleichen, sollte keine Konkurrenz schüren, sondern Freundschaften sähen. Nach und nach trudelten alle Gruppen in Konz ein und wir freuten uns sage und schreibe 15 teilnehmende Gruppen begrüßen zu dürfen und mit ihnen gemeinsam diesen Tag zu erleben. Natürlich war auch das JRK Konz mit einer Gruppe vertreten.

Zahlreiche Mimen und Beobachter bezogen die ihnen zugeteilten Stationen und nachdem das Frühstück eingenommen und das Begrüßungswort gesprochen war, machten sich die 15 Gruppen auf den Weg durch den Parcours.

2004-tdot-0004.jpgDie zehn Erste-Hilfe-Stationen stellten vor allem die jungen Helfer vor große Herausforderungen. Ob eine stark blutenden Wunde am Bein (verursacht von einer herabfallenden Axt) oder ein im Bauch steckendes Messer, Verbrennungen im Gesicht oder ein gestürzter Rollerfahrer, alle möglichen Unfallszenarien wurden am frühen Morgen von unserer RUD-Gruppe geschminkt und von vielen freiwilligen Mimen befreundeter (Jugend-)Feuerwehren dargestellt. Aber nicht nur Unfälle, auch Erkrankungen und sonstige Notfälle wie ein Herzinfarkt, allergische Reaktionen oder Alkoholvergiftungen galt es zu versorgen und betreuen. Dank der genauen “Regieanweisungen” der RUD-Gruppe spielten die Mimen ihre Rollen täuschend echt und ermöglichten so ein Üben und fast realen Bedingungen. Im Anschluss an die Fallbeispiele gab es jeweils eine kurze Besprechung, in der den Gruppen Tipps für kommende Wettkämpfe gegeben wurden. Ob jung oder alt, alle meisterten die gestellten Aufgaben mit viel Spaß und Bravour.

2004-tdot-0005.jpgEine ebenso willkommene Abwechslung stellten die drei Spaß-Stationen dar, bei denen so mancher Lacher nicht verborgen blieb. Natürlich konnte bei den Spaßaufgaben Punkte erzielt werden, doch standen die Teamarbeit und der Ideenreichtum im Vordergrund. So mussten Fangleinen soweit wie möglich geworden werden oder verschiedene Nahrungsmittel blind ertastet oder am Geschmack erkannt werden. Damit auch die Bewegung nicht zu kurz kam, gab es weiterhin einen kleinen Hindernis-Parcours, der mit einer Trage durchlaufen werden musste.

Gegen 14:00 Uhr machten sich zwei wild telefonierende, fein rausgeputzte Orga-Leutchen auf den Weg den Parcours abzulaufen (ok, zeitweise wurde geschummelt… sie nutzten den Fahrdienst *g*) und die einzelnen Stationen zu besuchen. Wenig später waren die meisten Gruppen bereits fertig und auf dem DRK-Gelände eingetroffen.

Da keiner Hunger leiden sollte, erwarteten sie auch bald schon ein warmes Abendessen und allgemeine Möglichkeit dem leiblichen Wohl etwas Gutes zu tun. Eine nahezu optimale Chance für den gegenseitigen Erfahrungsaustausch und lustige oder spannende Gespräche untereinander.

Für die Kinder und Jugendlichen unserer Gäste und der JRK-Gruppen gab es die Möglichkeit, sich auf unserer Hüpfburg so richtig auszutoben oder sich beim Kinderschminken in ein Fabelwesen verwandeln zu lassen. Für die älteren Gäste hatte unser Bierstand geöffnet, Kaffee und Kuchen wartete nur darauf, verzehrt zu werden.

2004-tdot-0006.jpgGegen 19:00 Uhr betrat “Needles&Pins”, ein Alleinunterhalter die Bretter, die die Welt bedeuten… also unsere Bühne und versuchte das Publikum mit seiner Musik zu begeistern. Da seit 14:00 Uhr auch unser Tag der offenen Tür im Gange war, erfreute sich der Ortsverein Konz über zahlreiche Bürger, die sich am Nachmittag über unsere Arbeit erkundigten und jetzt trotz der Umstände (Kälte, Musik) noch viel Spaß hatten und sich amüsierten.

An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal bei allen Helfern, Beobachtern, Mimen und ganz besonders bei allen teilnehmenden Gruppen recht herzlich bedanken, denn ohne sie wäre es nur Halb so schön gewesen.

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8. Mai 2004 · Fresko von Henry Dunant in der OV-Halle Konz

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Wer kennt es nicht? In den meisten Fällen sehen Fahrzeughallen eher trist und langweilig aus. Kahle, weiße Wände, die in der Sonne blenden und im Winter Kälte vermitteln.
Da fröstelte auch das Konzer JRK nur beim Gedanken daran, in der Halle Fallbeispiele zu machen oder sonstige Dinge vorzubreiten. Aus diesem Grunde heraus überlegten wir uns gegen Ende 2003, was wir ändern könnten.
Schnell kam die Idee eines Wandbildes auf und da wir Rot-Kreuzler sind, war klar, dass es etwas mit dem DRK zu tun haben sollte. Warum also die Blume nicht an den Wurzeln packen und den Ursprung des Roten Kreuzes aufleben lassen?! Wir entschieden uns demnach für die €€žSchlacht bei Solferino€€œ. Weil die allein aber nicht jedem ein Begriff ist, vor allem wenn man an €€žNicht-Kreuzler€€œ denkt, sollte auch unser guter Henry Dunant nicht fehlen, der ja nun nicht unwesentlich an der Gründung des DRK beteiligt war. Scherz beiseite: natürlich war er es, der die Grundidee hatte und das Rote Kreuz ins Leben rief.
Aus diesem Aspekt hinaus erhielt das Wandbild für uns eine ganz neue Bedeutung. Es sollte nun nicht mehr allein der Hallenverschönerung dienen, sondern vorrangig unserem Gründer Henry Dunant gewidmet sein und an ihn erinnern.

2004-fresko-0002.jpgNachdem auch der Vorstand zugestimmt hatte, konnte die Planung ins Rollen gebracht- und mit der Umsetzung in die Tat begonnen werden. Weil die Wand eine Schräge beinhaltet, war das Ausrechnen der Quadratmeter etwas kniffelig, sollte uns aber nicht weiter aufhalten. Weiter musste eine Liste mit all den Sachen, die wir brauchen würden, aufgestellt werden. Wichtig war natürlich die Farbe. So erhielt unser Flo den Auftrag in seinem Ausbildungsbetrieb ein Angebot einzuholen. Die Firma Hela aus Trier kam uns unter anderem finanziell sehr entgegen und mischte uns auch einige Farben auf Wunsch an. Farben allein brachten uns aber noch nicht weiter. Die Halle an sich musste ein wenig umgeräumt und einer Grundsäuberung unterzogen werden. Spinte wurden verschoben und ein Hochdruckreiniger ausgeliehen. (Dank an Thomas) Jetzt wurden 3 Termine ausgemacht, an denen in Teamarbeit die komplette Halle von oben bis unten und von links nach rechts pikobello aufgeräumt und geschrubbt wurde. Als das geschafft war, musste man schon einen extrem guten Grund haben, um von Nadine die Erlaubnis zu bekommen, die Halle betreten zu dürfen. *daumenhoch* Die Halle war sauber.

2004-fresko-0003.jpgStefan und Mirja zogen dann los, um aus einem Baumarkt Abdeckfolie, weiße Innenfarbe und Schutzanzüge zu erbeuten. Rollen und Pinsel wurden mittlerweile von den Mitgliedern zusammengetragen und warteten auf ihren Einsatz. Zurück in der Halle verwandelten sich Flo und Mirja in seltsame ALF`s (außerirdische Lebensformen) .. es könnten aber auch bislang nicht entdeckte Tele-Tubbys gewesen sein. Zumindest sahen sie lustig aus und machten sich daran, die Wand zu weißen. Dies geschah im Übrigen auf Anraten des Malermeisters Schäfer aus Konz, der uns auch weiterhin mit Rat und Tat beiseite stand. Damit nicht genug sponserte er uns sogar eines seiner Gerüste, damit wir auch die höheren Areale der Wand erreichen konnten. An dieser Stelle nochmals herzlichsten Dank! Nachdem also jenes Gerüst an Ort und Stelle platziert und in der Wand verankert war, konnte es losgehen.
2004-fresko-0004.jpg Mirja hatte zwischenzeitlich auf dem Computer ein Bild des Henry Dunants mit der Schlacht bei Solferino zusammengebastelt und auf Folie ausgedruckt. Damit der Overhead (Tageslichtprojektor) optimal platziert werden konnte, mussten die Fahrzeuge des OV`s leider €€žDraußen bleiben€€œ. (dafür durfte der Hund rein *grins*) Über Tag war es in der Halle aber noch zu hell, als mussten die Tore verhangen werden und die Malerzeiten wurden eher in die Dämmerungsstunden gelegt, damit das Bild besser auf der Wand zu sehen war. Aus diesem Grunde durften die Fahrzeuge auch mal draußen €€žnächtigen€€œ, aber fürchten brauchten sie sich nicht, weil ja immer einer da war und ein Auge auf sie warf. Zeitweise legten Flo und Mirja Nachtschichten ein, um mit der Zeitplanung hinzukommen. [ich sag nur: €€žbrave Katze€€œ ?] Schneller, als erwartet, wurden Fortschritte sichtbar und Henry erhielt Form und Gestalt. Leider musste er jedoch eine ganze Weile kopflos bleiben, da sich an jener Wand noch Wasserrohre befanden, welche dann aber von Stefan, Timo und Christian demontiert wurden (Vielen Dank!).

Jetzt sollte uns nichts mehr aufhalten können und die Pinsel wurden eifrig geschwungen und mit jedem Tag kam mehr Farbe auf die Wand. Nicht selten mussten die Älteren reichlich klettern, um auch den letzten Winkel zu erreichen, was aber auch wieder einen Vorteil brachte: Wir hatten ständig gutes Wetter. *schmunzel*

2004-fresko-0005.jpgAuch Askya blieb nicht verschont und trug so manchen Farbklecks mit sich spazieren, nachdem sie stets bei allen Kletteraktionen ihres Frauchens in deren Nähe blieb. Als es langsam auf den Endspurt zuging erhielt €€žEva Zwerg€€œ (Mirja) Besuch von €€žAdam Riese€€œ (Jan), der dann von Mirja kurzerhand zum Pinseln rekrutiert wurde. (Natürlich hatte auch er viel Spaß dabei *gell?*) Möchten wir aber auch ihm an dieser Stelle danken, dass er sich farblich um die höheren Flächen des Bildes kümmerte. So sehr sich das Malen auch dem Ende näherte, wurde dennoch bald klar, dass ein Bereich des Bildes doch zu hoch war, um ohne weiteres Gerät fertig werden zu können. Es wurden die verschiedensten, die lustigsten, die waghalsigsten, die spannendsten und unmöglichsten Theorien aufgestellt und dann doch wieder verworfen. Fakt war, entweder war das Gerüst zu niedrig, oder wir schlichtweg zu klein€€¦ oder war es doch die Halle schuld, die einfach zu hoch war? War sie etwa heimlich, während unserer Abwesenheit, gewachsen? Obwohl€€¦ wir waren ja eigentlich immer da… hmmm. Es muss also doch an uns Zwergen gelegen haben. *frechgrins* Aaaaber: nicht verzagen und andere um Hilfe fragen!
Also stiefelte Mirja zu Timo, der ja auch in der Feuerwehr Konz ist, und ließ Timo weiter zur Feuerwehr stapfen, um sich von diesen eine Steckleiter zu leihen. Die Feuerwehr half uns auch prompt aus (vielen Dank) und das €€žKlettern Level 2€€œ konnte in Angriff genommen werden. Während entweder Frank oder Jan die Leiter sicherten, kraxelte Mirja hoch hinaus und hangelte zwischen Leiterende und Farbtöpfchen, um auch die letzte Ecke der Wand mit Farbe zu beglücken. Schon bald erhielten wir vom Malermeister Schäfer den nützlichen Tipp, die Wand zum Schluss mit Klarlack zu überziehen, damit das entstandene Werk auch weiterhin geschützt sei.

So tingelte Daniela los und besorgte eine ordentliche Portion Klarlack, der dann am Folgetag durch die fleißigen Heinzel-Jrk`ler erneut per Pinsel und aller übrigen Kreativität aufgetragen wurde. Zum Glück hatte Herr Schäfer uns vorgewarnt, dass der Klarlack vorerst milchig sei, ansonsten wären wohl so einige Helferlein vor Schrecken vom Gerüst geplumpst. Aber so blieb auch zum Schluss jegliche Verletzung aus und das Bild war am 12.04.2004 -fertig-.
Am 13.04.2004 entsandt Malermeister Schäfer zwei seiner Gesellen, die dann noch das Gerüst abbauten und wir endlich das Fresko in seiner wahren Erscheinung erblicken konnten. *freu*
Die letzten beiden Stellen (dort, wo das Gerüst in der Wand verankert war) wurden mit Farbe bekleckst und es war geschafft.

Um Henry Dunant und den Genfer Konventionen (welche vor genau 140 Jahren unterzeichnet
wurden) gebührend zu gedenken und das entstandene Wandbild fröhlich zu feiern, wurde am 08.05.2004 (dem Welt-Rotkreuz-Tag und 176. Geburtstag seines Gründers) eine öffentliche Enthüllung veranstaltet, zu der auch mehrere Vertreter von Politik und Presse geladen waren.

Nochmals lieben Dank an alle beteiligten Helfer!

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